Nach dem paperless Cachen ja sowieso der letzte Renner ist war es heute mal wieder an der Zeit ein paar neue Tools zum Thema anzutesten. Da unsereiner ja mit einem etwas betagten HP iPaq h5550 unterwegs ist, kocht das Thema Performance immer mal wieder gerne hoch.
Vor allem wenn man eben mal mehr als die geplanten Dosen durch PQs und GSAK mitschleppen will.
Man weiß ja nie wo man gerade mal ist und ob einen nicht plötzlich die Sucht überkommt.
Mein Ziel seit langem war es also “sämtliche” Dosen die mein GSAK durch mühsam erstellte PQs gesammelt hat dabei zu haben. Die Döschen sind sowieso schon seit geraumer Zeit als POIs auf dem Vista gelandet, das wäre also kein Problem mehr.

Mein erster Plan, durchaus funktionierend, war der Export der zig tausend Dosen in für GPX-Sonar handliche Häppchen. Ein GSAK-Makro war dafür auch schnell gefunden und so endete ich mit ~75 .gpx-Files auf meiner SD-Karte. Jeweils benannt mit dem ersten und letzten darin enthaltenen GCcode.
Exzellent … *happy*
Aber irgendwie auch unhandlich. Kennt man den GCcode für eine Dose nicht … Pech gehabt.
Beim Stöbern im Geoclub Forum stieß ich heute auf das
PocketPC Geocaching Tool von Andreas Greifeneder. Auf den ersten Blick sehr vielversprechend. Es verspricht, nach Nutzung eines GSAK-Makros, direkt mit der GSAK-Datenbank zu arbeiten. Hossa. Na dann … GSAK-Update (7.5.2b23) drauf, Software installiert, GSAK-DB auf die SD-Karte … so weit alles kein Problem. 
Der Start des Programms ist etwas zäh, aber das kann man verschmerzen. Einmal gestartet lässt man es sowieso für die komplette Cachetour offen. Anschließend die GSAK-DB auf der SD-Karte angeben … 20s später … *plopp* … alle knapp 10000 Dosen in einer gut übersichtlichen Tabelle.
Wow.
Ein erstes Scrollen nach unten … Wow. Flüssig. Cachebeschreibung aufrufen … Wow. Flüssig.
Kurz und bündig. Das Tool ist die macht in für Dosen und wird uns in Zukunft auf garantiert jeder Tour begleiten.
Schwer zu empfehlen und das Ganze ist auch noch kostenfrei.

Das zweite Tool für den heutigen Abend ist
GeoScout2. GeoScout ist im Gegensatz zu PocketPC Geocaching Tool Löhnware, was aber kein Grund sein sollte dies nicht zu nutzen. Auch Andreas freut sich bestimmt über eine kleine Paypal-Spende seiner User.
GeoScout ist allerdings etwas mehr als nur ein reiner Cachebeschreibungslisting-Viewer. Es kann mit “jeglichen” NMEA-GPS-Empfänger umgehen und zieht sich zur Darstellung der aktuellen Position diverse Karten (konfigurierbar) direkt aus dem Netz.
Als Quelle für Caches kennt GeoScout mehrere Dinge. Normale .loc- bzw. .gpx-Files als auch einen direkten Webdownload inkl. Logs, Spoilern und allem was eine Cachebeschreibung zu ausmacht. Eigentlich etwas, was Groundspeak nicht gerne sieht, was in Zeiten von Web2.0 aber eigentlich zum Standard gehören sollte … “Ich bin hier, wo sind die nächsten Dosen?”
GeoScout bietet zudem die Möglichkeit sämtliche Kartenteile im Voraus auf den PDA zu laden, damit diese dann im Gelände direkt zur Verfügung stehen, auch wenn keine Internetverbindung mehr vorhanden ist.
Auch GeoScout kann ich nur wärmstens jedem empfehlen, der über die passende Hardware verfügt und seinen PDA via UMTS oder EDGE permanent online halten kann. Allerdings würde ich mir hierzu aus “Sicherheitsgründen” (*hust*) einen weiteren GC.com-Account anlegen, nur für denn Fall, dass man unangenehm auffällt …
Kleiner Nachtrag, eben gefunden: GCz